Kolumbien 10

12.3 Der bis jetzt schönste Tag. Der Wecker klingelte heute nicht. Eigentlich, wollte ich heute einen ruhigen machen. Aber mein Körper wollte das offensichtlich nicht. Denn Punkt 7 Uhr war er wach, dieser komische Körper. Hmmm, was mache ich jetzt sinnvolles mit der vielen Zeit am heutigen Tag? Erstmal ging ich zum Frühstück, um eine wasserspendende Wassermelone zu essen. So kam ich mit dem netten Herrn Angestellten ins Gespräch und er erzählte mir von einem kleinen Bergdorf, namens: Minca. Klingt interessant und so machte ich mich wieder auf die Suche nach einem passenden Bus. Es gab aber keinen. Nur ein Jeep stand in einer Kurve geparkt und ein Mann im gelben Trikot sprach mich an, wo ich hin wolle. Minca! Ich war genau richtig, denn der alte Jeep gehörte zum gelben Trikot. Ich solle Bitte warten, es geht bald los. Am Jeep stand schon ein anderer Gringo. Ich sprach ihn an und nach wenigen Sekunden verständigten wir uns in der schönen deutschen Sprache. So warteten wir gemeinsam. Aber das Warten passt einfach nicht zu einem, manchmal sehr ungeduldigen Menschen (die schlimmsten Momente, bei welchen ich echt herausgefordert werde, ist die wahnsinnige Zeitverschwendung an der Supermarkt Kasse… ..schlimmer wie hier- hab ich es noch nirgends erlebt.. da kann schon mal gut und gerne eine halbe Stunde vergehen, wenn gerade mal 4 Personen vor einem an der Kasse stehen- Grauenhaft) wir mir und so ging ich wieder zum gelben Trikot und fragte, wann wir los fahren würden. Er meinte, dass noch 2 Personen mindestens fehlen. So ging ich wieder zum Herrn Hauptschullehrer vom Bodensee. Ich fragte ihn, ob er es auch für Blödsinnig hält, den schönen Tag am dreckigen Straßengraben zu verbringen. Er nickte. Es kann ja noch Stunden dauern, bis 2 Menschen kommen. So fragte ich ihn, ob er bereit ist für die noch fehlenden Personen mitzubezahlen. Abermals nickte er. So ging ich wieder zum gelben Trikot und schlug ihn, mit meinem verrückten Spanischkenntnissen, diesen vorher abgesprochenen Deal vor. Auch das gelbe Trikot nickte. Markus, der Herr Lehrer zahlte, wie ich auch, den beinahe doppelten Preis. Da noch ein älterer Herr, ein Amigo des gelben Trikots, mit in den alten Jeep stieg, zahlten wir gerade mal – jeder 12500p. pro Person( aber nicht ganz das doppelte, da der Amigo noch mit zustieg). Aber dafür konnte es losgehen. Die Landschaft änderte sich rasant. Aus dem Wüstenähnlichem, nahte schon nach nur einer halben Stunde, der Dschungel und die Berge. Es ging Richtung Minca, welches auf einer Höhe von 650 Metern liegt. Irgendwie ein Ort, in welchem ich mich sofort wohl gefühlt habe. Ich brauche die frische Luft und die Farbe: Grün. Minca liegt wunderschön,

Schön

Schön

zwischen den Bergen Sierra Nevada’s – dem höchsten Küstengebirge der Welt. Markus wollte erstmal in sein gebuchtes Hostel einchecken. So begleitete ich ihn zum Hostel Kolibri. Als wir ankamen war es klar. Der Name des Hostels war nun klar.

Da is einer...

Da is einer…

Es schwirrten zahlreiche Kolibris in unmittelbarer Nähe des Hostels. Wir hatten nun vor, zusammen eine Kaffeeplantage und einen schönen Wasserfall zu besuchen. Dies sollte aber beides, etwas entfernt liegen und so ließen wir uns auf das Angebot, Zweier an der Strasse stehenden Motorradfahrer ein. Für 7000p wollten sie uns zum Wasserfall bringen. Wir nahmen an. So setzte sich Markus als Beifahrer zu einem und ich zu dem anderen Fahrer, auch als Beifahrer, aufs Moped. Wie es so durch den herrlichen Dschungel, auf Schotterwegen, zwischen riesigen Bambusstämmen ging,

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stellte ich mir die Frage, ob ich, wenn ich alleine gewesen wäre, auch auf den hinteren Platz eines fremden, nicht selber fahren zu dürfendes Motorrad gesetzt hätte. … Zu Zweit sein- kann doch auch schön sein und kann einem -so manch aufkommende Ängste nehmen. Auf halber Strecke blieben die Jungs plötzlich stehen und schlugen vor, uns zur Kaffeefabrik plus Bade – Wasserfall zu bringen und wieder zurück nach Minca, für jeweils 20000p. Spontan willigten wir ein. Cool, der Lehrer scheint auf einer ähnlichen Welle, wie ich zu tanzen. Vergnügt genoss ich die frische Dschungelluft. Es ging zunächst zur Finca Cafetera la Victoria. Seit nun 120 Jahren steht sie in den Berghängen und produziert besten Kaffee und wird von einem lustigen, alten Deutschen betrieben.

Hat alles im Griff

Hat alles im Griff

Alte Technik, aber läuft

Alte Technik, aber läuft

Riecht noch besser als er schmeckt

Riecht noch besser als er schmeckt

Klar, machten wir eine Führung mit und bekamen zur Begrüßung einen tollen schwarzen Kaffee ohne Zucker. Die beiden Motorrad Fahrer warteten derweil vergnügt. Kein Stress! Perfekt, so kann es weiter gehen. Die Führung war echt super und kostete bloß 10000p. Nun wurde es Zeit, in der Mittagshitze, ein wohltuendes Bad in einem durch einen Wasserfall erzeugten Pool zu springen. Und so sprangen wir vorerst auf den Rücken des Motorrads. Wenig später erreichten wir den Wasserfall und es war herrlich.

Ohje... über diese Brücke musste man drüber, um zum Wasserfall zu kommen

Ohje… über diese Brücke musste man drüber, um zum Wasserfall zu kommen

Erfrischung pur

Erfrischung pur

Herrlich erfrischend und echt schön. Wir verbrachten dort einige Zeit und die Motorrad Fahrer vergnügten sich ebenso. Dann ging es zurück nach Minca und wir ließen uns zur leckeren Empanada, einige kühle Bier schmecken. Einfach großartig, ein solcher Tag bei welchem man,  früh morgens, nach dem aufstehen noch nicht wusste, was man tun soll. Ich liebe es. Markus ging ins Hostel und ich fuhr mit einem noch älteren Jeep und 7 Mitfahrern zurück nach Santa Marta.

Gehört leider auch zu Santa Marta. .. überall sehr viel Müll

Gehört leider auch zu Santa Marta. .. überall sehr viel Müll

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