Kolumbien 4

28.2 Eingeschlossen in der Eiskammer.

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So fühl ich mich gerade. Auf meine Bitte hin, die Klimaanlage von 5 Grad minus, vielleicht mal in den Plusbereich zu drehen, wurde ich vom bekloppten Busfahrer und dessen Beifahrer nur blöd angeglotzt. Das er nicht nur ignorant, sondern auch ein Umweltverschmutzer ist, zeigte er mir, indem er die schöne grüne Landschaft mit seinem Müll beschmutzte, welchen er sorglos aus dem Fenster warf. 6.45 Uhr ging es los, aus dem wirklich sehr schön gelegenem Medellin, eingekesselt gelegen von Bergen.

Am Busterminal

Am Busterminal

Nun sitze ich wieder als einziges Bleichgesicht im Bus und freue mich über das Fremd Dasein. Die Landschaft erinnert mich ein wenig an die Südinsel Neuseelands.

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Zum Glück ist der Bus nicht ganz voll und so verließ ich schon nach wenigen Minuten, meinen zugewiesen Platz, eingeengt sitzend neben einem sehr alten Mann mit Cowboyhut und einem interessant-zerfurchtem Gesicht, in welchem man sein hartes Leben, leicht erahnen kann. So setze ich mich auf einen freien Platz und war auch deshalb froh dort zu sitzen, da auf der anderen Seite der Straße- teilweise ohne Straßenbegrenzung- es einige hunderte Meter in den Abgrund ging.

Clint Eastwood und der Abgrund

Clint Eastwood und der Abgrund

In den Bergen wohnen die Menschen in zusammengeflickten Hütten,

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direkt an der Straße, die ununterbrochen von riesigen Lastern befahren wird.

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Es sieht sehr ärmlich aus. Als es dann talabwärts aus den Bergen ging, fühlte ich mich, als sei ich im Herbst angekommen. Kurze Zeit später kam der Frühling

Und immer wieder diese schönen rosa blühende Bäume, dazwischen wieder viele Bäume ohne Haare, dann würde es ganz karg und plötzlich mittendrin einige grüne Oasen aus Bananenstauden

Und immer wieder diese schönen rosa blühende Bäume, dazwischen wieder viele Bäume ohne Haare, dann würde es ganz karg und plötzlich mittendrin einige grüne Oasen aus Bananenstauden

und dann war es eine Mischung aus beiden Jahreszeiten. Solch eine eigenartige Landschaft hab ich zuvor auch noch nicht gesehen. Wir fuhren nun durch Dörfer, welche auch meistens sehr runtergekommen und leider auch zugemüllt waren. Ansonsten wohnen die Menschen auch vereinzelt in Haciendas, zusammen mit vielen Kühen oder vereinzelt in Hütten aus Palmenblätterdächern.

Dach übern kop

Dach übern kop

Die Frau am Busterminal hat gelogen. Denn als ich sie fragte, wie viele Stopps wir unterwegs hätten, antwortete sie mir daraufhin: 1 Stop plus 2 x Pause. Hahaaaaa, der Bus hielt an fast jedem Kaff und eine Pause gab es nur nach 2h Fahrt. Es war 21.14 als ich nach 14,5 h aus dem Bus stieg. Ab dem Moment als die Dunkelheit hereinbrach, wurden die Straßen schlechter und so ganz ohne Lichter von irgendwelchen Dörfern, die es fast nicht mehr gab, ging es durch bewaldetes Gebiet, bei welchem man rechts und links aus dem Fenster schauend, bloß die angeleuchteten und etwas gruseligen Bäume sah. Ich war froh als ich dann endlich die Beleuchtung der Stadt erblickte und so war ich kurz vor 22 Uhr im Hotel, nach einer 30 minütigen Taxifahrt vom weit entfernt gelegenen Busterminal Cartagenas. Es ging zunächst durch die Vorstadt welche wirklich furchtbar hässlich ist.

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