Kolumbien 9

10.3 Heute brauche ich eine Entscheidung. Wo will ich hin? Wer bin ich? Was mache ich hier eigentlich? … Hihi, ne – natürlich, war nur die erste Frage entscheidend. Liebend gerne, würde ich nach Venezuela weiter reisen. Da es ja so nahe liegt. Aber soll ich wirklich freiwillig so bekloppt sein und mich ins eventuelle Unglück stürzen? Denn auf allen möglichen unterschiedlichen Internet Seiten, wird ausdrücklich davor gewarnt, Venezuela zu besuchen.  Und was sagt mein Bauch?: Laß es!!! Ok, ich muss ja irgendwie zurück nach Bogota. Welche Möglichkeiten gibt es. ?. Es gibt bloß eine andere Route, als jene, mit welcher ich von Bogota, hier her gelangt bin. Über Bucamaranga. Das sind rund 1000km und ca. 17 Stunden mit dem Bus für ca. 110000p.(rund 40€). Aber es gibt leider nur Nachtfahrten. Auch dazu wird einem dringend abgeraten und zudem sieht man ja nix von der Landschaft. Also ist es nicht nur gefährlich, sondern macht auch keinerlei Sinn. So machte ich mich auf den Weg zu einem Reisebüro für Inland Flüge. 20 min später, hatte ich mein, für 212810p.(ca.76€) erstandenes Ticket in der Hand. Somit entschied ich mich spontan, die restliche Zeit in Santa Marta zu blieben und von hier aus, in die verschiedenen Regionen, mit dem Bus zu fahren. Diese Umgebung soll nahezu alles bieten. Von schönen Stränden über Dschungel, bis hin in die schneebedeckten Berge – Sierra Nevada’s. Und die Entfernungen, sollen alle im Verhältnis zum Rest Kolumbiens, bloß Katzensprünge sein. Sollte ich etwa mal so bequem sein und hier vor Ort, in dem angenehmen Hotel mit Pool bleiben, oder nicht? Für diese Entscheidung sollten noch ein paar Stunden vergehen. Ich lag am Strand, sah einem riesigen Kreuzfahrt Schiff dabei zu, wie es aus der Bucht, in Richtung Sonnenuntergang fuhr. Es war die Carnival Triumph. Ihr Weg soll in 3 Tagen und 15h in Galveston, in Texas enden. So wie der riesige Dampfer außer Reichweite war und die Sonne, sich Minuten zuvor verabschiedete, traff ich plötzlich meine Entscheidung. Ich bleibe hier. Und starte ganz entspannt, mit einem kleinen Rucksack auf dem Kreuz und begebe mich auf Tagesausflüge.

Mein neues Abendessen Stammlokal,  Köchin sitzt vor der Glotze auf Kippelstuhl

Mein neues Abendessen Stammlokal, Köchin sitzt vor der Glotze auf Kippelstuhl

Heimweg. . Und immer etwas beängstigend durch die plötzlich leblosen Gassen. ..aber heute gab es mal Abwechslung: alter Herr sitzt auf Kippelstuhl, neben ihm sein kleiner transportabler Krachmacher

Heimweg. . Und immer etwas beängstigend durch die plötzlich leblosen Gassen. ..aber heute gab es mal Abwechslung: alter Herr sitzt auf Kippelstuhl, neben ihm sein kleiner transportabler Krachmacher

11.3 Schneebedeckte Berge. Das wollte ich heute sehen. Und zwar vom Strand aus. Palomino, so heißt der Ort, von welchem einem, dies ermöglicht werden könne. So stellte ich meinen Wecker auf 6.50 Uhr, frühstückte um sieben und machte mich, bei jetzt schon hitziger Sonne, in Richtung Bus. Der Hotelangestellte beschrieb mir den Weg, welcher mich in ca.10 min. zur Stelle mit dem Bus bringen sollte.

Zunächst ging es durch einen Markt. . Fischmarkt. . Es gab einfach alles..

Zunächst ging es durch einen Markt. . Fischmarkt. . Es gab einfach alles..

...bin ich hier richtig. .

…bin ich hier richtig. .

..etwa auf dem Pferdebuckel... Nö, irgendwo muss doch der Bus stehen

..etwa auf dem Pferdebuckel… Nö, irgendwo muss doch der Bus stehen

35 min. später sah ich einen Bus, der auf mich zu warten schien. Denn genau dieser Bus, fuhr 2 min später, nachdem ich ankam, nach Palomino.

Auf dem Weg. .. Dörfer gibt es hier kaum.. meistens stehen vereinzelt Häuser direkt an der Straße

Auf dem Weg. .. Dörfer gibt es hier kaum.. meistens stehen vereinzelt Häuser direkt an der Straße

Ungefähr 2 h später stieg ich aus diesem glühenden Bus. Nach über 2 Wochen hier in diesem Lande, war ausgerechnet heute, der erste wolkenbehangene Tag. Unglaublich – ausgerechnet heute, wo ich doch die schneebedeckten Berge sehen wollte.

..irgendwo hinter den Wolken, .. da sollten sie sein... die schneebedeckten Berge

..irgendwo hinter den Wolken, .. da sollten sie sein… die schneebedeckten Berge

Welch ein Pech aber auch. So stiefelte ich, zum ca. 20 min. entfernten Strand

... der Strandweg und ein Mülleimer aus Plasteflaschen

… der Strandweg und ein Mülleimer aus Plasteflaschen

und war etwas erleichtert. Denn ich erfuhr von einer netten Dame, dass sie schon seit 1 Woche hier sei, aber die Wolken noch nicht ein einziges Mal, Platz gemacht hätten. So spazierte ich vergnügt am Strand entlang und freute mich jetzt über die Schatten spendenden Wolken.

Pelikane im Anflug

Pelikane im Anflug

Der Fluss, links im Bild

Der Fluss, links im Bild

Wenig später traf ich auf einen herrlich, erfrischenden Fluss.

Herrlich

Herrlich

Fischerboot

Fischerboot

2 echte Indianer kommen mir entgegen, einer davon, in traditionellem weißen Gewand

2 echte Indianer kommen mir entgegen, einer davon, in traditionellem weißen Gewand

Rückweg. .. überall hunderte Hunde

Rückweg. .. überall hunderte Hunde

Advertisements
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: