Malaysia 3

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..insgesamt war das mehr als ne runde Angelegenheit auf der Insel…

Die Tier- und Pflanzen Welt war echt fantastisch und wenn der Mensch an vielen Stellen nicht schon allzu unachtsam eingegriffen hätte…. ein echter Tipp. Besonders die unzähligen Tiere- über oder unter Wasser haben mir es angetan (Titenfisch, riesige Flughunde, bunte Schmetterlinge oder kleine schwarze Äffchen uvm). Neben Costa Rica bisher das Beste. Das Bargeld war nach sechs Tagen ausgegeben und da es auch im Nachbardorf keinen Geldautomaten gab, hieß es Abschied nehmen und so stieg ich wieder auf das Schnellboot zum Hafen. Um ins Landesinnere zu kommen, musste ich irgendwie zur nächst größeren Stadt gelangen, um dann von dort aus einen Bus oder Zug zu bekommen. Aufs Zug fahren hatte ich Lust. Aber zunächst teilte ich mir das Taxi nach Kota Bharu mit einem verrückten 58 jährigen Holländer. Die ganze Stunde Taxifahrt dorthin quatschte er mich mit seinen sehr abenteuerlichen Geschichten zu und so musste ich zugegeben, dass meine erlebten Abenteuer dagegen beinah in der schweißtreibenden Hitze und der verräucherten Luft im roten Taxi untergegangen wären.

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Der Verrückte stieg etwas später in einen Bus irgendwohin ein.. der Zug den ich nehmen wollte fuhr leider nicht, da Bauarbeiten auf der Strecke stattfanden und ein Bus ins Teegebiet gab es nicht… ich sollte doch besser bis an die Westküste Malaysias fahren. .. denn von dort würde ich 10 mal besser ins Grüne kommen..

Ok, null Problemlo meinte ich zunächst zu einem Mann der aus dem kleinen Fenster aus dem Office am Busterminal schaute und sagte ihm vorerst adios. Ich entschied mich einfach eine Nacht in der Stadt zu bleiben und machte mich auf die Suche nach einer gescheiten Unterkunft.

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… überall Moscheen. ..

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Und Moscheen..

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Und dazwischen viele Autos dieser Art, die eigentlich nicht so recht in das Gesamtbild hinein paßten…. ich fand die Bäume im Hintergrund viel interessanter

Inzwischen hatte ich eine Unterkunft gefunden, eine fast Spatzengroße Kakerlake mit dem Papierkorb gefangen und mein Busticket für einmal quer durch das Land fahren nach George Town gebucht (obwohl ich ja eigentlich nicht dort hin wollte).

Jpeg

… bis mich plötzlich ganz aufgeregt 5 junge Mädels ansprachen und mich Interviewen wollten

Ok ok im not in a rush…. sagte ich und sollte ihnen dann in ein Café folgen. Ich war ihr erster Touri an diesem Tag (auch ich war völlig überrascht das ich keine Touris sah) und deshalb freuten sie sich sehr, dass ich nicht vor ihnen weg gerannt bin. Sie fragten mich sehr viele Fragen über ihr Land und natürlich wie ich es bisher empfand. Fleißig beantwortete ich all ihre Fragen und dann war ich an der Reihe. Der Moment kam und ich durfte ihnen ein paar Fragen stellen. Und tatsächlich brannten mir zwei Fragen auf der Zunge. Aber ich konnte mir auch schon denken, dass diese Fragen für die Mädels vielleicht unangenehm werden könnten. Fühlt ihr euch wirklich wohl, euch den ganzen Tag und immer unter den Gewändern verstecken zu müssen? Tatsächlich bestätigten sich meine Bedenken, dennoch beantworteten sie mir meine Frage beinahe synchron. Mit hundertprozentiger und wirklich nicht gespielter Überzeugung meinten sie alle das sie sich sehr wohl damit fühlen, sich nicht eingesperrt fühlen und das das vollkommen ok sei. Dann erzählte ich, dass ich auf den Perinthiens Frauen gesehen habe, die mit samt der Kluft ins Wasser gegangen sind und auch als sie zurück aus dem Wasser gekrochen kamen, setzten sie sich mit samt der sacknassen Kluft in den Schatten. Das kann man doch nicht toll finden?,fragte ich. Aber wieder überzeugten sie mich mit ihren Blicken. Dennoch erkannte ich auch, dass ihnen meine Fragen sehr unangenehm waren und deshalb beließ ich es mit meiner Fragerei und behielt die Frage, ob sie es gut finden würden, dass wenn sie verheiratet sind und ihr Ehemann gleichzeitig aber noch andere Frauen haben darf. Kurz darauf verabschiedeten sie sich freundlich und wollten dennoch ein Foto mit dem freien Vochel. Anschließend spazierte ich durch die Straßen, kam noch ein paar mal mit Einheimischen in sehr nette Gespräche, bis mich plötzlich ein Typ zu sich winkte. Er saß dabei im Auto und fragte, ob er mich irgendwo hin fahren darf. Nö sagte ich, ich lauf gerne. Aber er ließ nicht locker und wollte mir seine Stadt zeigen. Normalerweise steige ich nicht einfach mal so in ein fremdes Auto, aber der Typ war freundlich und wirkte wirklich harmlos. Warum soll auch immer jemand böse Absichten haben? Im allgemeinen fühlte ich mich auch noch in keiner Sekunde, auch wenn ich abends durch dunkle Gassen stolperte, unsicher. Und deshalb stieg ich ein. Er sprach sehr gutes englisch und so erfuhr ich einiges über Malaysia. Nach ner halben Stunde Fahrt erzählte ich ihm, dass er mich gerne irgendwo an einer Fress Bude absetzen kann. Und so schlug er folgendes vor:

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.. er bestand förmlich darauf mich in sein Lieblings Restaurant einzuladen

Und so erfuhr ich von ihm, was das mit den Vogelgeräuschen die lautstark aus Lautsprechern tröhnen, doch auf sich hat: Die Vögel werden somit angelockt, damit die Leute sie fangen können um sie dann als Delikatesse zu verspeisen. Guten Appetit. Das Essen war noch nicht ganz im Magen gelandet und dann verblüffte mich der schüchterne Typ vollkommen.  Er fragte mich eiskalt, ob er mir 400 Ringgit  (85€) bezahlen darf um mich zu massieren. Ein bitterer Beigeschmack mischte sich nun zu der köstlichen Speise dazu und ich Vochel konnte darüber nur lachen.

 

 

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