Taiwan 2

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Ankunft am Bahnhof in Keelung… Na da bin ich ja mal gespannt, ob das hier wirklich „cute“ sein wird

Ok, für diejenigen die noch nicht wissen, wie ich es bervorzugt liebe zu Reisen, möchte ich nochmal einen kurzen Einblick dazu geben. Falls ihr euch jetzt vielleicht fragen solltet, wie ich denn überhaupt so ticke. Zunächst einmal habe ich kein Reisebuch. Und auch keine Karte und bevor ich in ein Land komme, hab ich auch noch nichts über das jeweilige Land im Vorfeld gelesen (ausser der Rubrik: Sicherheitshinweise auf der Seite vom Auswärtigen Amt).

Warum? Ganz einfach, da ich es Liebe mich überraschen zu lassen. Ich möchte alles mit meinen eigenen Wahrnehmungen aufnehmen und auch ohne irgendwelche falschen Erwartungen irgendwo hin kommen. Meistens läßt man sich doch auch immer ein wenig beeinflussen (Internet, Bücher) und genau Das, möchte ich vermeiden. Denn die Wahrheit, auch wenn es bloß meine eigene ist, sieht doch meistens etwas anders aus. Und ein bisschen fühle ich mich auch jedes mal, als würde ich dann die Länder entdecken.

Jedenfalls stand ich dann am Bahnhof und wusste auch noch überhaupt nicht, was ich als nächstes vorhaben würde. Will ich hier bleiben oder doch noch wo anders hin? ..

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Kurze Zeit später stand ich in einem übervollen Bus, auf dem Weg zu einer Unterkunft, welche direkt am Meer liegen sollte

Woher weiß ich das? Dies hat mir meine schlaue AppMap mit GPS auf meinem Handy verraten.

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Irgendwo hier am Hafen sollte sich eigentlich die Unterkunft befinden…. Aber ich fand sie nicht… laut GPS stand ich genau vor dem Haus, aber dort drinnen war bloß ein Fischer Museum

Egal -dachte ich mir, denn auch wenn ich die Unterkunft gefunden hätte, wäre ich mir bestimmt nicht sicher gewesen, ob ich hier für eine Nacht geblieben wäre. Und so ging ich zurück zur Bushaltestelle und wartete auf den Bus 103.

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Und dann schoss ich doch ausnahmsweise mal mein erstes Selfie… aber natürlich nicht wegen meiner hässlichen Visage, sondern wegen der Erinnerung an den 85 jährigen Opi, der wirklich ziemlich cool war (und sprach perfekt englisch)

Zwanzig Minuten waren vergangen und noch immer war kein Bus aufgetaucht, bis plötzlich ein Moped angedüst kam und abrupt abbremste. Der alte Mann grüßte mich dann und sagte wörtlich : „Hey coooool to see you“, stellte dann sein Moped ab und fragte ob er sich zu mir setzen darf. Und so kamen wir in ein sehr nettes Gespräch und er erzählte mir viele interessante Geschichten. Zu diesen Augenblicken war ich tatsächlich froh, dass der Bus noch immer nicht auftauchte. „And you- what is an old man like you, doing during the day?, fragte ich ihn (ich konnte mich wirklich  genauso easy mit ihm unterhalten). Daraufhin lachte er und sagte: „Nothing! …No no im joking, later i will go for Karaoke.“ Kurze Zeit später kam der Bus und wir verabschiedeten uns wie zwei Kumpels. Ein cooler Opa dachte ich, hoffentlich bin ich noch genauso lebendig in diesem Alter.

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