Indien 17

17.11  Eine tolle, aufregende, beeindruckende, einzigartige, aber auch manchmal chaotische und zum ersten Mal auch, in einigen Momenten – echt beängstigende Reise, neigt sich nun hier, am Airport in Mumbai, dem Ende entgegen.

Der Weg zum Flughafen, plus das komplett, folgende Prozedere, hatte zum Glück, alles hervorragend geklappt. Sogar besser, als ich erwartet habe, denn erstmals, spendete mir, ein sehr liebenswerter, indischer Mann, 100 Rupien, damit ich meinen kleinen Snack bezahlen konnte. Ich stand an einem Bistro und zählte meine restlichen Gröten, aber es reichte nicht ganz. So stand plötzlich jener Herr, ganz in weiß gekleidet, neben mir und gab mir lächelnd, den eben genannten Betrag. Einfach Unglaublich und vielleicht kommt doch alles im Leben, irgendwie -irgendwann zurück! !!

Nun ist es 5.26 Uhr und ich sitze am Gate 76.

Gerade kam mir der Gedanke, dass ich einfach mal, das letztes Foto dieser Reise, meinen Schuhen

..

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widmen sollte, um den  „schlumpigen Travelern“ mal zu zeigen, dass man seine Schuhe, auch auf einer Reise, gepflegt sauber halten kann(tatsächlich, habe ich diese Schuhe, nahezu jeden Tag, selbst, als ich in Varkala war, dann nämlich, jeden Abend, als ich die Schuhe, als Schutz vor dem zerstochen werden, durch die elenden Mücken – getragen).

Für mich bedeuten: dreckige Klamotten und Hauptsache schön abgefuckt herum gelatscht, vielleicht auch noch barfuß – auf den voll gerotzten, dreckigen Straßen und vielleicht auch noch mit Rastalocken und mit einem Vollbart ausgestattet, dass diejenigen, keineswegs Deshalb, den Supersuppenkaspertraveller schlecht hin, darstellen. In meinen Augen ist das lächerlich und auch das, ist eine Art, zur Schaustellung (ähnlich, wie schon beschrieben: die übertreibend, komplett eingekleideten Jackwolfskinundthenorthfacemenschen). Wahrscheinlich ist man als gepflegter Reisender, in deren Augen (betrifft nicht die Jackwolfskinundthenorthfacemenschen), kein „wahrer Reisender“, wahrscheinlich ist man dies für solche Leute nur, wenn man rumrennt, wie einst Rumpelstilzchen.

Ich pflege mich, auch auf meinen Reisen sehr gerne und renne nicht umher, wie Lumpi und bin trotzdem, ein Mensch der gerne reist. Ja!! – Freunde, Körperpflege und das Achten, auf das äußere Erscheinungsbild – auch das ist tatsächlich alles, auf einer Reise, möglich. …

Aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, dass diese Reise, die facettenreichste, bisher überhaupt war. Aber auch, nach dieser Reise, möchte ich ehrlich behaupten, dass man wahrscheinlich, nach dem Paradies auf Erden, vergeblich suchen wird. Falls man denn, danach sucht. Auf dieser Reise, habe ich nicht danach gesucht. Aber ich habe „Es“, auch noch nicht wirklich und vollkommen, so wie es in meiner Vorstellung existiert, zufällig gefunden. Auch nicht, als ich in Neuseeland war und das ganze Land, bei knapp 9000 km in 4 Monaten abgefahren habe (den einzigartigen Gefühlsmoment mal ausgeschlossen). Ein kleiner Paradiesmoment, fällt mir aber doch gerade ein. …..

Ein Paradies, wie es sich die meisten, wahrscheinlich vorstellen!? Das war in Panama, auf dieser wahnsinnig, kleinen Indianerinsel. Aber kurz vorher, gab es viele, nervige Mücken und eine komische Bootsfahrt, bei welcher wir (mein Bruder David, seine Perle Karina und unser Kumpel Leo) dann völlig unverhofft, auf dieser tollen Insel ankamen. Und da war sie wieder, die Kombination, aus einem nicht so tollen Moment, kurz vor dem Einen, kommenden – fantastischen Moment. Wäre vor dem ersten Fußtritt, auf die Insel, alles toll gewesen, wäre der folgende schöne Moment, als wir kaum unseren Augen trauten, dass diese – Unsere Insel sein wird, bestimmt nicht ganz, sooo besonders geworden. …

Aber trotzdem (zu einem wirklichen Paradies, gehört vielleicht, einfach noch mehr, als eine kleine Insel), wahrscheinlich – gibt es DAS Paradies auch nicht, wahrscheinlich – vielleicht aber auch nur in unseren Köpfen, wahrscheinlich hat so jeder, sein eigenes Paradies, ganz geheim für sich, in seinem Kopf zusammen geknetet.

Lassen wir es doch einfach dort und sein wir mal ehrlich:

Wir können uns sowas von glücklich schätzen, zufällig in Deutschland geboren worden zu sein. Nach dieser Reise, bin ich umso glücklicher. Ich mag Deutschland. Aber von stolz darauf sein, ein Deutscher zu sein – darf in diesem Moment, nicht die Rede sein. Denn, man kann nicht auf was stolz sein, für das man selbst nix kann oder getan hat. ..

Wahrscheinlich, wird mir nachher, wenn ich in meiner Wahlheimat Berlin, aus dem Flieger steigen werde, Deutschland vorkommen, als wäre es ein, von einer strengen Mutti, bewachtes, zur Ordnung überwacht – aber wohl behütetes, rosafarbenes Barbiepuppenhaus. Und das im Spätherbst.

Aber ich werde es wahrscheinlich mögen.

……

Es war kurz nach 14 Uhr Ortszeit, als ich bei strahlendem Sonnenschein in Berlin gelandet bin. Dann ging es, mit Bus und Bahn, nach Hause. Auf diesem Weg, fiel mir ganz besonders, die herrliche Ruhe, dieser Großstadt auf.

15.30 Uhr stand ich dann im Aldi an der Kasse, um meinen Kühlschrank wieder glücklich zu machen. Aber dieser Moment, war schon echt merkwürdig, denn heute morgen befand ich mich noch im Chaos und nun stand ich im Puppenhaus, an der Kasse und beobachtete, die Menschen, welche mir irgendwie, wie Marionetten vorkamen.

Dann bekam ich einen falschen 10 Euro Schein in die Hand gedrückt. „Ach ne, es ist der Neue“! Und nicht nur deshalb, kam ich mir vor, als sei ich gefühlt, mindestens ein halbes Jahr weg gewesen. Im Moment, weiß ich wirklich auch noch überhaupt nicht, wie ich meine Gefühle beschreiben soll. Ob ich mich tatsächlich freuen soll, wieder zurück zu sein. … ?….

Ich geh dann erstmal,  in meine kleine Bude und koche mir ein paar bunte Nudeln.

Auf Wiedersehen

P.S: Das gestrige Fotoshooting war tatsächlich, dass letzte auf meiner Reise. Verblüffenderweise war es, ein reiner Frauenfotoshootingtermin. Es war der Erste und dann war dies auch gleich der Letzte Fototermin, nur mit Frauen – in Indien. ..

Was soll das bloß bedeuten?.. Vielleicht, ist dies eine Art Glücks – Vorbote, für das nächste Land, welches ich bereisen werde… Vielleicht ist es ein Land, in welchem nur Frauen auf mich zukommen werden und Fotos mit mir wollen.

Wahrscheinlich, ist das dann, das Paradies. .. …  🙂 🙂 🙂

Extrabilder :

... einfach Unvorstellbar, wie man dort unten bloß leben kann. ... weit und breit keine Bäume, kein Grün und kein See...

… einfach Unvorstellbar, wie man dort unten leben kann. … weit und breit keine Bäume, kein Grün und kein See…

Ausgetrocknete Lebensadern. .

Ausgetrocknete Lebensadern. .

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